Dez 07 2018

Miniaturmalerei – Die Malkunst des Mittelalters und der Frühen Neuzeit in den Faksimiles der WK Wertkontor erleben

Die insgesamt 14 Faksimiles historisch relevanter Handschriften und Codices, welche die im nordrhein-westfälischen Gütersloh beheimatete WK Wertkontor GmbH verkauft, stoßen bei einem breiten Publikum auf Interesse. Nicht nur Luxusliebhaber, die nach einem ganz besonderen Objekt für ihre Sammlung suchen, fragen sie an, sondern auch Menschen, die geisteswissenschaftlich interessiert sind.

Ihrer faszinierenden Inhalte wegen kommen nicht nur Geschichtsbegeisterte im Allgemeinen auf ihre Kosten, sondern auch Personen mit spezifischerem Interesse, zum Beispiel für Religion, Biologie, Philosophie, Geographie oder etwa Astrologie. Für eine Interessengruppe sind die Reproduktionen der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Bücher, gleich welchen textlichen Inhalts, jedoch besonders attraktiv. Nämlich für Menschen, die eine Vorliebe für Kunst haben. Denn Kunstwerke sind die Faksimiles der WK Wertkontor aufgrund ihrer malerischen Ausgestaltung allesamt.

Betrachtet man die hochwertigen Nachbildungen, fällt auf, dass eine künstlerische Stilform vorherrschend ist: die Miniaturmalerei. Das überrascht nicht, denn Miniaturmalerei war das mitunter vorherrschende künstlerische Gestaltungsmittel der Buchmalerei des Mittelalters und somit jener Zeit, in der die meisten Handschriften und Codices, die den Faksimiles zugrunde liegen, entstanden sind. Was genau ist Miniaturmalerei und wodurch zeichnet sie sich aus?

Miniaturmalerei – die Hintergründe

In der Zeit, in der die Originalhandschriften entstanden sind, verstand man unter Miniaturen kleine bzw. detailreich gestaltete Bilder, mithilfe derer man die kostbaren und in vielen Einzelschritten hergestellten Handschriften und Codices illustrierte. Genau genommen handelt es sich um filigrane Pinselzeichnungen von figürlichen Darstellungen oder Ornamenten. Mit eleganter Ornamentik verzierte man etwa den Anfangsbuchstaben des Textes, Zwischenabschnitte oder den Blattrand. Die Miniaturmalerei bedurfte großen künstlerischen Geschicks, denn die Zeichnungen mussten in kleinem Maßstab und mit vielen Details umgesetzt werden. Nicht zuletzt aus diesem Grund waren hier ausschließlich Könner, nämlich eigens hierfür ausgebildete Buchmaler, am Werk.

Fälschlicherweise wird davon ausgegangen, dass die Bezeichnung „Miniatur“ auf Lateinisch „minor“, das mit „klein“ ins Deutsche übersetzt wird, zurückgeht. Dahingehend entwickelte sich der Begriff jedoch erst zu einem späteren Zeitpunkt. Ursprünglich geht „Miniatur“ aber auf Lateinisch „miniatura“ zurück. Das bedeutet „mit Zinnober bemaltes Bild“. Dieser rote Farbstoff war es nämlich unter anderem, mit dem man die feinen Malereien ausführte.

Die Miniaturmalerei beeindruckt Kunstliebhaber bis heute, und zwar sowohl aufgrund der feinen, detailreichen malerischen Ausgestaltung als auch ihrer raffinierten und ins Auge fallenden Farbgebung wegen. Neben leuchtenden Farben wie Zinnober kam außerdem häufig kostbares Blatt- und Pinselgold zum Einsatz.

Miniaturmalerei in den Faksimiles der WK Wertkontor

Menschen, die nach dem besonderen Luxusobjekt suchen und gleichzeitig ein Faible für Miniaturmalerei haben, sind mit den hochwertigen Faksimiles der WK Wertkontor GmbH bestens bedient. Zahlreiche faksimilierte Prachthandschriften, die es hier über den direkten Vertrieb zu erstehen gibt, wurden mit diesen zierlich gestalteten Bildern versehen.

Die herausragendsten darunter sind: der im Dunstkreis des Stauferhofs entstandene Prachtcodex, der Teile des Neuen Testaments enthält, und außerdem der Rosenroman, das Marienhomiliar des Jakobos Kokkinobaphos und der Astronomisch-Astrologische Codex.

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