Feb 15 2019

Mittelalterliche und frühneuzeitliche Astronomie fasziniert Menschen bis heute – Faksimile des astronomisch-astrologischen Codex des König Wenzels IV. gibt es im Sortiment WK Wertkontors

Ein Stoff, der die Menschheit von Anbeginn an in ihren Bann gezogen hat, ist die Himmelskunde. Denn von Sternen, Planeten, Asteroiden und Galaxien geht seit jeher eine ganz besondere Faszination aus. Die Wurzeln astronomisch-astrologischer Untersuchungen sind bereits im 4. Jahrtausend v. Chr. zu suchen. Im antiken Griechenland, genauer im 4. Jahrhundert v. Chr., arbeitete man etwa das sogenannte geozentrische Weltbild aus. Dieses Weltbild, von dem man ungefähr 1800 Jahre lang ausging, besagt fälschlicherweise, dass sich die Erde im Mittelpunkt des Universums befindet.

Besonders rührig wurden die wissenschaftlichen Forschungen im Bereich Astronomie und Astrologie schließlich im Mittelalter und der frühen Neuzeit. In dieser Epoche wurde das Fernrohr, das man bereits aus früheren Zeiten kannte, nochmals optimiert. Dank der Verbesserung der Beobachtungsmöglichkeiten kamen Himmelsforscher zu atemberaubenden Erkenntnissen, an deren Ende schließlich das heliozentrische Weltbild mit der Sonne als Mittelpunkt stand.

In dieser Zeit entstand auch ein Werk, das sich heute in faksimilierter Form im exklusiven Produktsortiment der WK Wertkontor GmbH aus Gütersloh befindet. Die Rede ist von dem astronomisch-astrologischen Codex des König Wenzels IV.. Der Luxusgütervertrieb verkauft die Prachtedition in limitierter Auflagenzahl im direkten Vertrieb, sprich: beim Kunden zu Hause. Interessenten haben demnach die Möglichkeit, sich von den beeindruckenden Inhalten, beispielsweise den Miniaturen zu dem bekannten Katalog der Fixsterne nach Al-Sufi, mit eigenen Augen zu überzeugen. WK Wertkontor berichtet über die Hintergründe der Zeit, in denen das schmuckvolle und künstlerisch höchst anspruchsvoll gestaltete Handschriftenoriginal des WK-Faksimiles entstanden ist.

Kopernikanische Wende – ein Meilenstein in der Geschichte der Astronomie

Die Schaffung des astronomisch-astrologischen Codex um das Jahr 1400 in Prag fällt in eine Zeit, in der es nicht nur zahlreiche Neuerungen im Bereich Astronomie und Astrologie gab, sondern in der auch eine Vielzahl neuer Entdeckungen gemacht wurden. Welche davon waren die herausragendsten?

In den Jahren 829 und 1000 richtete man in Bagdad und in Kairo die ersten Sternenwarten ein. Von diesen mit Fernrohren ausgestatteten Observatorien aus konnte man fortan die unendlichen Weiten des Universums und die funkelnden Sterne beobachten. Ein Name, an dem man in Verbindung mit der astronomischen Forschung des Mittelalters und der Frühen Neuzeit nicht vorbeikommt, ist Nikolaus Kopernikus (1473–1543). Kopernikus entwickelte die Grundlagen des heliozentrischen Weltbilds, das bis heute besteht und löste somit das geozentrische Weltbild, das u. a. von Aristoteles oder Claudius Ptolemaeus in der Antike begründet und ausgearbeitet wurde, ab. Die kopernikanische Wende, ein Meilenstein in der Geschichte der Astronomie, war vollzogen. Kopernikus‘ Untersuchungen zufolge bewegen sich alle Planeten inklusive der Sonne um einen nahe der Sonne befindlichen Punkt.

Der dänische Astronom und Himmelsforscher Tycho Brahe, der nach Kopernikus, nämlich von 1546 bis 1601, lebte, ist für die Ausarbeitung eines Weltbilds bekannt, das zwischen dem ptolemaeischen bzw. geozentrischen und dem kopernikanischen, also dem heliozentrischen Weltbild stand. Nach Brahe kreisen Mond und Sonne um die Erde. Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn hingegen kreisen bei diesem Weltbild bereits um die Sonne.

Neben seinem Weltbild, das schon bald von Johannes Kepler außer Kraft gesetzt werden sollte, erfand er außerdem den sogenannten großen Mauerquadranten. Mit diesem Instrument, das ab 1584 im dänischen Uranienborg stand, konnte man die Positionen der Sterne bereits zu diesem Zeitpunkt ziemlich genau messen.

Nach Tycho Brahe machte schließlich der Astronom Johannes Kepler (1571–1630) von sich Reden. Kepler bestätigte das Weltbild nach Nikolaus Kopernikus, arbeitete es weiter aus und berechnete darüber hinaus die Bahnen der Planeten als Ellipse. Besagtes bis heute als unumstößlich geltendes Weltbild wurde schließlich nochmals von Galileo Galilei (1564–1642) und letzten Endes von Isaac Newton (1643–1727) weiter ausgebaut und definiert.

Die christliche Kirche lehnte das System, in dessen Mittelpunkt nicht die Erde, sondern die Sonne steht, entschieden ab und ließ Verfechter wie zum Beispiel Galilei den Prozess machen und verbannen.

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